Mi vida en Sevilla V: Gehe hin, um zurückzukehren

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Irgendwie unwirklich, dass meine sechs Monate in Sevilla schon vorbei sind, dass ich zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder auf deutschem Boden stehe. Und obwohl sich in meiner Umgebung hier vermutlich doch viel verändert hat, fühlt es sich erst einmal so an, als wäre ich nie weg gewesen. Als hätte man einfach sechs Monate lang auf „Pause“ gedrückt und würde jetzt wieder „Play“ drücken. Doch je länger ich wieder zurück bin, merke ich, und werde in den nächsten Wochen und Monaten wahrscheinlich noch merken, dass es doch nicht so einfach ist.

„You gotta go there to come back“ hieß das Album der walisischen Rockband The Stereophonics, das ich vor einigen Jahren rauf- und runterhörte. Und die Nachricht, die dieser Titel vermitteln möchte, ist mir dabei nie wirklich aus dem Kopf gegangen. Natürlich war mein Auslandssemester in erster Linie dazu da, um Spaß zu haben, neue Erfahrungen zu sammeln und Spanisch zu lernen, was alles wunderbar geklappt hat. Aber der eigentliche Sinn davon ist mir dort erst klargeworden. Manchmal geht man nur irgendwohin, um den Ausgangsort mit veränderten Augen betrachten zu können, und einem wird klar, dass man manchmal vielleicht sogar die Dinge liebt, vor denen man eigentlich fliehen wollte. Ich habe gedacht, das deutsche Schwarzbrot würde das einzige sein, was ich in Spanien vielleicht ab und an vermissen würde. Tatsächlich vermisst habe ich den grauen Himmel und den Geruch von Winter, aber vor allem – haltet euch fest: das deutsche Unisystem.

Hätte man mir vor einem halben Jahr gesagt, dass ich einmal eine Hommage an mein Bachelor-Studium in Augsburg schreiben würde, hätte ich denjenigen wahrscheinlich für verrückt erklärt. Viel zu verschult fand ich es, viel zu wenig Freiraum, um in Ruhe über die teilweise lebensverändernden, von den Seminaren aufgeworfenen Fragen zu kontemplieren. Ein Paradies im Gegensatz zum philologischen Studium, das ich in Sevilla beobachten konnte! Als Erasmus-Studentin litt ich unter dem spanischen System nicht, da ich meine Kurse ähnlich frei wählen konnte wie in Augsburg, doch die meisten

spanischen Studenten scheinen ihren Stundenplan einfach zu Anfang des Semesters hingeknallt zu bekommen,
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mit kaum mehr Wahlmöglichkeiten als in der Kursstufe des Gymnasiums! Nein, mein Bachelor-Studium der Komparatistik in Augsburg ist nicht verschult, zumindest nicht im Gegensatz zu dem, was ich in Spanien gesehen habe und was mir u.a. auch von Franzosen erzählt wurde. Dafür sind diese Nationalitäten uns in anderen, vielleicht noch wichtigeren Dingen des Lebens um einiges voraus, zum Beispiel in punkto „La dolce vita“: “Mehr genießen, weniger geizig sein” heißt das Motto. In Zeiten der Inflation nützt einem Bargeld doch sowieso nichts mehr! In Spanien, wo doch angeblich die Krise herrscht, schlagen sich die Leute trotzdem in Restaurants mit Bier und Tapas die Bäuche voll und laufen vollgepackt mit Einkaufstüten durch die Boutiquen. Man lebt heute, und ob morgen überhaupt existiert, scheint für sie in den Sternen zu stehen. Aber diese Einstellung kann ich, soweit ich mit den schrägen Blicken der Schwaben leben kann, hier ja locker weiterführen.

Leider funktioniert das „You gotta go there to come back“ auch andersherum, vielleicht habe ich Sevilla auch nur verlassen, um eines Tages zurückzukehren. Denn nun wird mir sicher bald der Geruch der Orangenbäumen, das unerschöpflich gleißende Sonnenlicht und das ewige Lächeln auf dem Gesicht der Menschen fehlen. Doch ich denke, ich habe aus Sevilla mehr mitgenommen als fließendes Spanisch, Sonnenbräune und ein paar Ansichtskarten. Ich habe dank ERASMUS nicht nur eine, sondern gleich mehrere fremde Kulturen kennengelernt, mir Freunde auf dem ganzen Globus zugelegt und vor allem die Kompetenz, offen auf diese anderen Kulturen zuzugehen, mit ihnen umgehen zu können und sie sogar produktiv einander ergänzen zu lassen.

Lieber Erasmus von Rotterdam, ich glaube, ich kann Sie jetzt duzen, wir sind doch innerhalb des letzten halben Jahres gute Freunde geworden. Und ich kann dir

sagen, auch wenn dein Name gelegentlich missbraucht wird, so gibt es trotzdem noch genug Leute, die deine Ideale leben und dich unsterblich machen.