Buongiorno Italia!

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Endlich vorbei: Einer der schillerndsten Hauptdarsteller des europäischen Politikbetriebs hat die Bühne verlassen. Anfang November kündigte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi an, sich nach 17 Jahren aus der Politik Italiens zu verabschieden. Lang konnte er sich immer wieder auf wundersame und dubiose Weise an der Macht halten, trotz Staatsverschuldung, wirtschaftlicher Krise und nicht zuletzt Bunga-Bunga, das nicht nur seinen kaum noch vorhandenen Ruf schädigte, sondern auch den des Bel Paese gleich mit. Nun ist sie vorbei die Ära des Cavaliere – am Samstag vor zwei Wochen reichte er seinen Rücktritt ein und seit vergangenem Mittwoch hat Italien mit Mario Monti einen neuen Regierungschef.

Seit Italien in den Würgegriff der Finanzmärkte geraten ist und somit zum mittlerweile größten Risiko für den Euro wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Silvio Berlusconi gehen muss. Die Zinsen, die Italien zahlen muss, um sich Geld an den Märkten zu leihen sind in astronomische Höhen gestiegen. Sprich die Finanzmärkte haben das Vertrauen in die Stiefelrepublik verloren, die mit Unterbrechungen seit 17 Jahren von dem Mailänder Milliardär regiert wurde. Und somit war es leider wieder die ungeliebte Macht dieser Finanzmärkte, die möglich machten was vor paar Monaten unmöglich schien.

Mit aller Gewalt klammerte sich Berlusconi an die Macht und niemand als er selbst schien diese Macht beenden zu können. Anstatt Italien zu reformieren, ließ er Gesetze machen, die ihm Immunität in Strafverfolgung verliehen. Die er anscheinend bitter nötig hätte: Auf wikipedia.de findet man dutzende Verfahren, die gegen ihn laufen oder liefen. Der bekannteste dürfte der aktuelle Fall gegen Amtsmissbrauch und Prostitution Minderjähriger sein. Berlusconi schien aus Italien eine Bananenrepublik zu machen. Anstatt Reformen und den Kampf gegen die Mafia zu verstärken, bekam man im Ausland immer mehr den Eindruck, dass nun an Italiens oberste Stelle der größte Mafioso saß (Gerüchte, denen zufolge er selbst Verbindungen zur Mafia hegt, halten sich hartnäckig).

Wie konnten die Italiener nur so jemanden wählen? Während Europa und besonders Deutschland schon früh die Nase voll von Silvio hatten, ging die Karriere für ihn Italien weiter. Berlusconis Erfolg war jedoch meisterns der Misserfolg der Opposition. Anders als in Deutschland ist Italiens Parteiensystem tief zersplittert. 2006 gewann das linke Lager die Wahl, doch eine Regierung aus mehr als 5 Parteien am Leben zu halten gestaltete sich mehr als schwierig. Hinzu kommt, dass das Vertrauen der Italiener in die Politik ohnehin schon mehr als erschüttert ist, falls es noch vorhanden ist. Anfang der 90er Jahre wurde Italiens Politik von einem Korruptions- und Schmiergeldskandal erfasst, in dessen Folge die Parteienlandschaft zerstört und das Vertrauen in die Elite dauerhaft beschädigt wurde. Berlusconi profitierte getreu dem Motto, schlimmer kann

es nicht kommen. Doch es kam Berlusconi und er versprach Italien das Blaue vom Himmel. Den Erdbebenopfern von L’Aquila z. B versprach er unbürokratische und schnelle Hilfe. Noch heute, im Jahr zwei nach der Katastrophe leben immer noch Menschen in Provisorien, die nach dem Beben errichtet wurden. Wo das Geld geblieben ist, darüber können nur Mutmaßungen angestellt werden.

Doch nicht nur L’Aquila – ganz Italien steht mittlerweile vor dem wirtschaftlichen Abgrund, der Ruf des Landes als Kultur- und Wirtschaftsnation ist in Verruf geraten. Mit „Bunga-Bunga“ schien Berlusconi dieses Jahr den Vogel abgeschossen zu haben. Der 75-jährige Premier soll wilde

Sexpartys auf seinem Luxusanwesen auf Sardinien veranstaltet haben und dabei Sex mit der berühmt-berüchtigten Ruby gehabt haben, die damals noch minderjährig war. Berlusconi rechtfertigte sich dabei mit dem Ausspruch, lieber so, als wenn er schwul wäre.

Berlusconi machte sich und Italien zur Witzfigur. Auf internationaler Bühne schoss sich der kleine Italiener zunehmend ins Abseits. Angela Merkel, beschimpfte er vulgär und während beim G20-Gipfel in Cannes die 20 führenden Wirtschaftsnationen

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die europäische Schuldenkrise berieten, soll Berlusconi ein Nickerchen gemacht haben. Auch interessant war sein Verhalten als eben wieder unsere Bundeskanzlerin ihm 2008 einen Besuch abstattete. Anstatt seine deutsche Kollegin gebührend zu empfangen, spielte er Verstecken. Als Deutscher kann man darüber vielleicht noch lachen, doch den Italienern ist das Lachen mittlerweile vergangen.

Die Aussichten für das Land sind düster. Ob mit Mario Monti, seit letzter Woche Nachfolger Berlusconis, aus Berlusconien wieder Italien wird, ist fraglich. Monti wird nur eine Übergangsregierung bis zu den nächsten Wahlen führen. Dabei bedarf es dringender Reformen im Land. „Wir haben es satt, eine internationale Lachnummer zu sein“, sagte die Präsidentin des italienischen Industrieverbandes, Emma Marcegaglia. Seit Jahren herrscht Nullwachstum im Land. Drastischer formuliert hat es der Unternehmer Enrico Frare, der sich kürzlich nackt in einer Anzeige ablichten ließ. Er beschreibt Italiens Wirtschaft mit einem kurzen Satz: „Bloßstellen oder verschwinden.“ Gerade das letztere scheinen immer mehr gut ausgebildete Italiener und Unternehmer zu tun: Auswandern.

Eine dieser Exil-Italiener ist auch Elisa Cosci. Seit vergangenem Jahr Italienisch-Lehrerin am Sprachenzentrum der Uni Augsburg. Ihr Mann, ein Physiker, konnte in Italien keine Stelle finden. Gefunden hat er sie über Umwegen nach Amerika an der Universität Augsburg. Italien gebe zu wenig Geld für Forschung und Entwicklung aus und spare somit an seiner eigenen Zukunft, sagt sie. Die Menschen, die das Know-How besitzen, verließen das Land. Elisa lebt nun seit fünf Jahren im Ausland – jeder Versuch zurückzukehren ins Bel Paese scheiterte am Mangel an Stellen für sie und ihren Mann. Sie sind somit eine der Betroffenen von 17 Jahren Berlusconi. Die Zukunft für ihr Land sieht sie, auch trotz seines Rücktritts, resigniert. Bis zur nächsten Wahl müsse man abwarten, um eine Prognose abgeben zu können. Bis dahin werde sich nicht viel ändern. Zu viele Italiener hätten sich von der Politik abgewandt. Daher scheint Grillo Beppe für viele ein neuer Held zu sein. Als Anti-Politiker mischt er seit Jahren die öffentliche Meinung in Italien auf, da er die Politiker allesamt für korrupt und verlogen hält. Seiner Meinung nach könne Italien nur ohne Berufspolitiker gerettet werden, da Italiens Politik-Eliten alle nur „Dreck am Stecken“ hätten.

Vergleicht man die Meinungen des Unternehmers Frare, der Italienisch-Dozentin Elisa und die des Bloggers Beppe Grillo, stellt man eine Gemeinsamkeit fest: Berlusconi war für alle drei nur die Spitze des Eisbergs. Italien muss von

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Grund auf saniert werden, sonst scheint die Zukunft Italiens weiter düster. Aber einen Lichtblick gibt es jetzt: Italien ist nicht mehr länger Berlusconien.

Wer sich dafür interessiert, was der alte Cavaliere im Ruhestand macht, kann dies unter folgendem Link nachverfolgen. Leise Töne scheint er jedenfalls nicht anschlagen zu wollen. Nähere Infos dazu → hier.