Peace, Love, Freedom und Augsburg

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„Eine Hand auf deinem Schwanz ist moralischer und macht mehr Spaß als ein Finger am Abzug.“

Dieses Zitat von Lawrence Lipton zeugt von Peace, Love, Freedom and Happiness. Das sind die 60er, das ist Hippie-Philosophie. Doch das ist auch übersteigerter Patriotismus, identische Wohnzimmer in Erdtönen und der Vietnamkrieg. Mit Amerika als selbsternannten Moralwächter der Welt, der eine ganze Generation in einen Wahnsinn aus Dschungel, Dreck und Granaten geschickt hat.

Diese Ambivalenz findet sich auch beim Protagonisten von HAIR, Claude Hooper Bukowski (Ulrich Rechenbach vom Ensemble des Theater Augsburg), der mit seinem Einberufungsbescheid in der Tasche und der Illusion der Vaterlandshilfe vor seiner Kaserne auf eine Gruppe Hippies trifft. Sie wollen unter der Leitung ihres charismatischen Anführers Berger (Andy Kuntz, ebenfalls Ensemblemitglied) mit Blumen die Macht von Panzern brechen. Die Größe der Crew ist dabei besonders beeindruckend. Sie transportiert ein großartiges Gemeinschaftsgefühl, das auch die Zuschauer mit einschließt. Die Musik und die Choreographie sind bestens ausgearbeitet und runden das Stück in sehr guter Weise ab. Dementsprechend loben alle Mitwirkenden die harmonische Zusammenarbeit der verschiedenen Künstler aus den Bereichen Schauspiel, Ballett, Band und Statisterie. Woof, ein Mitglied der Hippie-Gruppe, sagt dazu: „Die ganze Euphorie und die positive Stimmung der Lieder von Hair wirken sich auf das ganze Team aus. Die Vorstellungen sind immer eine richtige Party. Es ist das schönste Stück, in dem ich bis jetzt mitgespielt habe.“

Die von Manfred Weiß inszenierte Hommage an die Flowerpower-Generation ist folglich an Farbprächtigkeit und Quirligkeit kaum zu überbieten. Schon das Bühnenbild schreit, flüstert und ist Liebe. Ein gigantischer Regenbogen, der sich über eine mit Kunstrasen ausgelegte Bühne spannt, schmückt die Rote Torwallanlage. Alles ist mit Konfetti und Luftschlangen bedeckt.
Festival-Feeling pur. Natürlich findet sich auf der Bühne auch ein Bulli, jenes legendäre T3-Modell von Volkswagen, in dem eine ganze Generation in die Freiheit gefahren ist. HAIR ist ein besonderes Spektakel mit Wasserspielen, Farbeffekten und Sex. Außerdem bezaubert nach der Pause ein großer Heißluftballon, der mit bunten und kitschigen Lampions verbunden ist, das Publikum und verbreitet das stimmige Flair eines Happenings. Ein Zitat Bergers aus dem Stück sagt alles: „Meine Eintrittskarte gilt nur fürs Nimmerland.“

In dieser Parallelwelt zu seiner gewohnt spießbürgerlichen Umgebung findet sich Claude wieder. Er ist ein Mensch mit einer Nummer, doch er ist auch Kommunist. Where do I go? Nach Vietnam? Auf einen Acid-Trip? Diese existentielle Thematik wird im
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Musical immer wieder mit Ironie durchbrochen. Dabei bilden die pervertierten Kostüme der Spießbürger oder eine männliche Freiheitstatue im String die Höhepunkte. Rechenbach fasst seine Rolle dementsprechend zusammen: „Fast jeder kommt als Genie auf die Welt und wird als Idiot begraben.“ (Charles Bukowski) Er betont, vor allem die besondere Atmosphäre des Roten Tors, von der er sagt, sie sei „unbeschreiblich. Ich finde diese Ausgeliefertheit so lustig.“

HAIR ist ein
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stimmig inszeniertes Rock-Musical, das seit seiner Uraufführung am 29. April 1968 in New York nichts an Brisanz verloren hat. Dementsprechend befindet sich auch im Publikum ein Querschnitt durch die Gesellschaft – das Musical begeistert Jung und Alt. Und obwohl, so versichert die ältere Dame neben mir, die 68er Bewegung in Deutschland deutlich politischer und weniger sexuell geprägt war, ist HAIR nach wie vor ein Weckruf, etwa für die heutige Null-Bock-Generation. Das Musical ist auf jeden Fall einen Besuch wert und wird bis zum 27.7.13 aufgeführt. Es gibt noch für jede Vorstellung Karten und aufgrund des großzügigen Studentenrabatts sind die Kosten auch erschwinglich. HAIR ist für alle, denn Revolutionen können nicht nur in, sondern auch auf den Köpfen entstehen.

[Quelle: Blog des Theater Augsburg]
Fotographie:
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Nik Schölzel