Lebenslinien

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Normalerweise ist das SENSEMBLE THEATER bekannt für ausgefallene Theaterstücke, Literaturgespräche oder Jazzabende. Am 4.11.2012 öffnete es seine Bühne jedoch für eine Matinee der besonderen Art. Seit 10 Jahren organisiert das Jüdische Kulturmuseum die Veranstaltung „Lebenslinien“, bei der Schicksale jüdischer Familien aus Augsburg aufgezeigt werden und bei der Zeitzeugen Einblick in ihr vom Holocaust beeinflusstes Leben geben. Am vergangenen Sonntag war Liese Fischer, geborene Einstein, deren Familie aus Kriegshaber stammte, der Ehrengast.

Der Andrang auf die Matinee war überwältigend. online pharmacy Dr. Sebastian Seidel, Leiter des Sensemble Theaters, erklärte bei seiner Begrüßung beeindruckt, dass das Publikum 2002 hauptsächlich aus seiner eigenen Familie bestanden hatte. Diesmal konnten größtenteils nur noch Reservierungen berücksichtigt werden, alle anderen mussten wieder http://tadalafilindia-rxonline.com/ weggeschickt werden. Die gebürtige Augsburgerin when to use viagra Liese Fischer war zum Anlass der Veranstaltung „Lebenslinien“, welche jährlich zum Gedenken an den Novemberprogrom 1938 stattfindet, mit ihrer Tochter und ihrem Enkelsohn aus Maryland, USA in die Stadt gekommen. Im Publikum befand sich sogar Verwandtschaft aus Glasgow und Israel, die dem Familientreffen beiwohnen wollte.

Wie man zum Teil auch in der Dauerausstellung des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben nachlesen kann, führten fünf der sechs Brüder Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der angesehensten Zucht- und Schlachtviehhandlungen Schwabens. Der Firmensitz befand sich in der Ulmer Straße 139. Moriz Einstein, Lieses Vater, arbeitete unter der Woche in der Filiale in Denklingen. Sowohl in der Synagoge Kriegshaber in der Ulmer Straße als auch beim Roten Kreuz zeigte die Familie großes Engagement. An antisemitische Anfeindungen kann sich die 1925 geborene Liese noch sehr genau erinnern. Die Eltern ihrer nichtjüdischen Freunde verboten nach 1933 den gemeinsamen Umgang, auf dem Maria Theresia Gymnasium war sie als einzige Jüdin den Schikanen ihrer Französischlehrerin ausgesetzt (weshalb sie Französisch nicht besonders möge, wie sie sagte) und sie wurde vom sozialen Treffpunkt des Tennisclubs

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ausgeschlossen. Nach dem Novemberprogrom 1938 entschloss sich die Familie dazu, ins Ausland zu gehen. Da jedoch kein Land eine ganze jüdische Familie aufnehmen wollte, kümmerten sich die Eltern vor allem um die Sicherheit von Liese und ihrem Bruder Sigbert. Sie schickten sie mit einem sogenannten Kindertransport nach Großbritannien, welches sich um die Versorgung jüdischer Kinder unter der Bedingung kümmerte, dass die Finanzierung privat oder über eine Hilfsorganisation gewährleistet sei. Die Eltern wollten nach Rhodesien gehen, was der Ausbruch des Krieges aber schließlich verhinderte. Zwar konnte die Familie über Verwandte und das Rote Kreuz Briefkontakt halten, dennoch erfuhr Liese erst nach dem Krieg vom Schicksal ihrer Eltern. Sie wurden enteignet, in Judenhäuser umgesiedelt und in der Ballonfabrik zur Zwangsarbeit eingesetzt. Schließlich wurden sie nach Auschwitz deportiert. Während des Aufenthalts in Großbritannien starb Sigbert an einer Herzentzündung. Liese musste im Alter von 14 Jahren als Haushaltshilfe ohne Bezahlung in der Gastfamilie arbeiten, obwohl diese für ihre Unterbringung finanziell entschädigt wurde.
Als sie mit 16 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester in Manchester begann, durfte sie zu Verwandten ziehen. Nach dem Krieg wanderte sie als Staatenlose in die USA aus, wo die Familie ihrer Mutter lebte. Erst 1953 erhielt sie die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Im Rahmen der Matinee las Tinka Kleffner zahlreiche Briefe vor, die während der Trennungszeit der Familie geschrieben und später im Haus der Familie Geiger, die eine Pension in Denklingen betrieb, in der Moriz Einstein übernachtete, gefunden wurden. Begleitet wurde Kleffner dabei auf dem Flügel von Daniel Eberhard. Im Anschluss daran führte Dr. Benigna Schönhagen, Leiterin des Jüdischen Kulturmuseums, ein Interview mit Liese Fischer. Während diese vom Leben ihrer Familie in Kriegshaber, den jüdischen Traditionen und ihren Erlebnissen in der Zeit des Holocausts erzählte, geriet sie immer wieder ins Stocken, musste ins Englische wechseln, bis sie sich wieder fing und auf Deutsch weitererzählen konnte. So berichtete Fischer, wie einst ein nichtjüdischer Mitschüler, um seine Freundin eifersüchtig zu machen, behauptete, ein Verhältnis mit ihr zu haben, woraufhin die Gestapo sie wegen des Vorwurfs der “Rassenschande” zum Verhör mitnahm und ihr Haus nach Beweisen für dieses Verhältnis durchsuchte. Sie erzählte, wie ihre Eltern sie und ihren Bruder nach München zum Bahnhof brachten und wie ruhig der Abschied zuging, damit keiner der Passanten sehen konnte, dass es eine Flucht war; dass sie nicht wussten, wer sie in Großbritannien erwarten würde, und dass eine Frau ihnen Frühstück gab mit den ersten Rühreiern, die sie je gegessen hatte. Fischer bedankte sich auch unter Tränen bei Sophie Geiger und Elmar Landherr für die Unterstützung ihrer Familie. Landherrs Familie habe ihre Mutter cialis online pharmacy mit Lebensmitteln versorgt. Als

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der Novemberprogrom stattfand, arbeitete Moriz Einstein noch in Denklingen, niemand wusste, ob er wieder nach Hause kommen würde. Bis plötzlich der Offizier Geiger
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vor ihrer Haustür stand und ihnen mitteilte, dass sie die Hintertür aufmachen sollten, er habe den Vater schmuggeln können.

Liese Fischer kam erst 1985 wieder nach Deutschland, zur Einweihung der Synagoge in der Halderstraße, die beim Novemberprogrom zerstört wurde. 2011 kontaktierte Fischer das Jüdische Museum und bat um eine Gedenkstätte für ihre Eltern in der Synagoge Kriegshaber, welche aufgrund der umliegenden (nichtjüdischen) Häuser dem Progrom http://cialisonlinepharmacy-topstore.com/ nicht zum Opfer gefallen war. Während ihres diesjährigen Besuches in Augsburg gab Liese Fischer Workshops für Schulklassen, mit denen sie anhand ihrer persönlichen Erfahrungen viagra online overnight delivery usa die Geschichte des Nationalsozialismus aufarbeitete. Im Stadtarchiv Augsburg liegen noch unzählige Quellen, Briefe und Namen, die nicht erfasst wurden. Überall warten noch Geschichten, die erzählt werden wollen. Man meint, sie bereits zu kennen. Aus dem Geschichtsunterricht, Büchern, Filmen und Dokumentationen. Doch jede Geschichte

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ist einzigartig, jede regt dazu an, erneut zu reflektieren, die Vergangenheit nicht als eindimensionales Ereignis im kulturellen Gedächtnis abzuspeichern, sondern zu begreifen, dass diese Vergangenheit auch Teil der Gegenwart ist. Dass der Holocaust eben nicht irgendwo stattfand, sondern auch hier. Dass jedes Schicksal individuellen Einfluss auf die kollektive Wahrnehmung hat. Dass Geschichten, wie die von Liese Fischer, heute noch Bedeutung haben.