Kalifornisches Lebensgefühl auf Augsburger Straßen

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Es ist länger als ein Skateboard, sieht aus wie ein kleines Surfbrett mit vier Rollen und wer etwas auf sich hält, verlässt das Haus nicht ohne: Das Longboard hat mit Schwung die Herzen szenebewusster Großstädter erobert.

Es waren kalifornische Surfer, die in den 50er Jahren als erste Rollen an ihre Surfbretter schraubten, um das unvergleichliche Gefühl des Dahingleitens auch auf der Straße zu erleben – die Geburtsstunde des Longboards. Nachdem sich in den darauf folgenden Jahrzehnten jüngere Trendsportarten wie das Skateboarden, Inlineskaten oder Kickboarden durchsetzten, wurde es still um die großen Bretter mit den großen Rollen. Heute feiert der große Bruder des Skateboards weltweit eine Renaissance und ist insbesondere in Metropolen zu einem beliebten Trendsport avanciert.

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Jonas Bauer, Spezialist für Boardsport bei der Firma Titus, war es nur eine Frage der Zeit, bis das „Surfen auf der Straße“ wiederentdeckt wird. „Es ist dieses ganz bestimmte Feeling des Surfens – das Gefühl von Freiheit – nach dem sich die Jugend sehnt und das über die Longboards in die Welt moderner Großstädte transportiert wird.“ Neben dem hohen Lifestyle-Faktor habe das Longboarden ein weiteres Plus, so Bauer: „Es ist einfach und schnell zu erlernen.“

Kevin Sen rollt seit diesem Jahr mit einem Longboard durch Augsburg. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das so schnell lerne – schon in einer Woche habe ich extreme Fortschritte gemacht“, erzählt er. Mittlerweile ist das Brett für den 19-Jährigen ein unverzichtbarer Begleiter, um in der Stadt von A nach B zu kommen. „Mit dem Longboard erreiche ich jedes Ziel in zehn Minuten, tue etwas für meine Gesundheit und spare dabei auch noch Geld“, berichtet er begeistert. Interessant für Studenten und Pendler: Das Gerät kann ohne Aufpreis in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Bahnen transportiert werden.

Im Unterschied zum technisch anspruchsvolleren Skateboarden, bei dem es häufig um das Erlernen komplizierter Tricks geht, steht beim Longboarden die Freude am Fahren in Verbindung mit einem modernen Lebensstil im Vordergrund. „Gerade in der urbanen Subkultur der Hipster hat sich das Longboard neben Fixies und Singlespeed-Rädern als modisches Fortbewegungs- und Ausdrucksmittel etabliert“, so Jonas Bauer. Das Design spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ob großflächige Aztekenmuster, Street-Art-Motive oder Pop-Art – in Verbindung mit Achsen und Rollen in allen erdenklichen Farben kann sich jeder sein individuelles Board zusammenstellen.

Was den Aufbau betrifft, ähneln Longboards stark ihren Verwandten, den Skateboards – nur ist eben alles etwas größer. Das Brett (genannt „Deck“), meist aus Ahorn, Buche oder Bambus im Verbund mit Fiberglas und Carbon gefertigt, misst in der Regel zwischen 90 und 150 Zentimeter. Dazu kommt ein größerer Achsabstand und größere, weichere Rollen als beim kleineren Bruder. All das sorgt in Verbindung mit einem schleifpapierartigen Material auf der Oberfläche („Griptape“) für einen sicheren Stand und eine hohe Fahrstabilität. Dabei variiert die Form des Decks je nachdem, ob man in der Stadt „Cruisen“, beim „Downhill“ den Berg hinunter fahren oder beim „Dancen“ auf dem Brett Kunststücke vollführen will. Für jeden Einsatzzweck steht das passende Board bereit.

Längst haben auch junge, kreative Startups aus der Region die Zeichen der Zeit erkannt und fertigen hauseigene Longboards. So das Lifestyle-Label „Degree“ aus Augsburg. Streng ökologisch, mit Materialien aus heimischen Wäldern, versteht sich. Also, wer ein Longboard will und noch keines hat, sollte sich beeilen. Denn spätestens ab Herbst, wenn die Straßen nass und die Tage dunkel werden, ist es vorbei mit der kalifornischen Herrlichkeit in bayerischen Gefilden. Dann heißt es warten. Auf den Frühling. Aber der kommt bestimmt – und wer weiß, vielleicht liegt unterm Weihnachtsbaum ein Brett aus regionalem Holz und flüstert leise: “Sobald es schön ist, rollen wir gemeinsam durch Augsburg.”