Da ist das Ding!

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W as haben wir nicht gehofft, gebangt und gezittert in den vergangenen Monaten. Ach, was sag ich – Jahren. Es wurde geplant, verworfen, planfestgestellt can you smoke viagra und von Naturschützern und politischen Gegnern alles über den Haufen geworfen. Pünktlich zum Jahresende wurde der neue Königsplatz fertig. So, wie von Anfang an geplant. Fast zumindest. Doch das ist jetzt Geschichte. Denn, da ist das Ding! Und wie er so da steht, in seiner ganzen Pracht und Erscheinung – einigen wir uns auf Größe – so wird er erstmal da stehen bleiben. Was uns direkt zu der Frage führt: Wie gefällt der neue Kö?

Augsburg ist nicht Berlin

Da wäre zuerst die Sache mit dem Namen. Zu Beginn der Umbaumaßnahmen steckten findige Verkehrsplaner und Marketing-Strategen ihre Köpfe zusammen und beschlossen: Königsplatz allein reicht nicht: Es muss größer klingen. Dynamischer. Mehr nach Metropole. Kurzerhand wurden der Hauptbahnhof und einige Regional- und Straßenbahnlinien draufgepackt und das ganze Projekt Mobilitätsdrehscheibe getauft. Okay, bei der Aktion ging es im Wesentlichen um Fördergelder von Bund und Land. Aber, liebe Damen und Herren, was habt ihr euch nur bei dem Begriff Mobilitätsdrehscheibe gedacht – die Geschwindigkeit und Flexibilität einer modernen Großstadt wie Augsburg (sic!) sprachlich einzufangen? Nicht euer Ernst!

Drei Dinge dazu: Erstens, Augsburg ist nicht Berlin, London oder New York. Zweitens, der Augsburger hängt an seinem Königsplatz; das war schon so vor 100 Jahren, als dieser noch aus einem pilzförmigen Pavillon bestand und dennoch niemand auf die Idee gekommen wäre, ihn Dreh- und Angel-Champignon zu nennen. Ergo, der Augsburger weiß, wann es besser ist, zu schweigen. Zumindest daran hättet ihr euch ein Beispiel nehmen können. Habt ihr aber nicht. Was uns drittens zu der Frage führt: Wer in Gottes Namen hat diesen scheußlichen Begriffshybriden überhaupt geboren? “Mobilitätsdrehscheibe”. Wieso nicht gleich Kreismittelpunkt innerstädtischen Humantransports? Wenns schon technokratisch-funktionalistisch sein soll. Oder wie wärs damit : “Royal melting pot of urban transport” – für all die Kosmopoliten der Millionenmetropole Augsburg.

Angesichts der geballten sprachlichen Kernkompetenz der Werber bleibt nur die Frage, welcher glückliche Umstand uns letztlich vor dem so naheliegenden, wie verlockenden Anglizismus – aufgepasst und Ohren zu: – “Kings Place”, bewahrt hat? Es wird doch nicht Vernunft im Spiel gewesen sein? Oder fehlte es den Herren Werbern etwa an Kreativität? In Zukunft also lieber Finger weg von alten Namen und Neologismen, liebe Stadt, und Konzentration auf das, was ihr (hoffentlich) besser könnt: Bauen.

Blauer Schrei nach Aufmerksamkeit

Wobei wir bei der architektonischen Umsetzung wären. Vorausschickend sei gesagt, dass es nie geplant war, an online pharmacy dieser Stelle einen Kommentar über den neuen Königsplatz zu schreiben. Die folgenden Ausführungen sind rein zufällig entstanden und beschränken sich auf einige wenige, ganz persönliche Momentaufnahmen. Es begab sich am Abend des 15. Dezember, als die Straßenbahnlinie 2 ab der Haltestelle Theodor-Heuss-Platz auf Schrittgeschwindigkeit verlangsamte. Sie hatte beschlossen, sich am Tag der feierlichen Eröffnung dem Königsplatz nur noch in ehrfurchtsvoller Gemessenheit zu nähern. Ein schöner Gedanke, für die Fahrgäste jedoch bedeutete dies: Unendlich zähe 15 Minuten in vollbesetzter Tram – und für mich: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu spät zu einer Theaterinszenierung zu erscheinen.

Endlich am Ziel und froh, in den vermeintlich schnelleren Laufmodus zu wechseln, wurde ich, kaum dass ich ausgestiegen war, von Menschenmassen verschluckt – sah für 5 Minuten nur Bommelmützen vor und den bestirnten Himmel über mir – bis in der Mitte des neuen Haltestellendreiecks Licht am Ende des Tunnels auftauchte. Naja, Kunstlicht. Blaues, kaltes Kunstlicht, um genau zu sein. Müssen eigentlich alle modernen Gebäude aus Glas und Stahl sein und bei Dunkelheit bunt schreien, als hätten sie Angst, in einer lauten Welt übersehen zu werden? Empfindet ihr schrilles Auftreten niemand als aufdringlich? Mich stört das grelle Stadtwerke-Blau jedenfalls jetzt schon. Und da die Sache durch mehrmaliges Hinsehen bestimmt nicht besser wird, meine Empfehlung für die Zukunft: Weniger ist mehr. Wie wäre es zum Beispiel mit einem dezenten Weiß?

Die Schokoladenseite

Kommen wir zur Schokoladenseite des neuen Königsplatzes. Die zur Fußgängerzone umfunktionierte Konrad-Adenauer-Allee. Ohne Übertreibung lässt

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sich bereits jetzt sagen: Hier haben wir es mit einem städtebaulichen Juwel zu tun – insbesondere für alle Nutzer des ÖPNV. Das Gefühl, mit dem Lieblingssong in den Ohren aus der Straßenbahn auszusteigen und unbehelligt auf die Konrad-Adenauer-Allee gehen zu können, ohne dabei auf lästigen Autoverkehr achten
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zu müssen, ist herrlich befreiend. Flinken Fußes Kleinkinder und Rentner umkurvt, geht es jetzt ungebremsten Schrittes direkt rüber auf die neue 1-A-Meile, die Konrad-Adenauer-Allee. Hier warten Perlen wie der angesagte City Club, ein neues Pow Wow Café und der Szene-Thai Koh Samui nur darauf, von hipper Klientel in Beschlag genommen zu werden. Nicht zu vergessen: Die Bäckerei Ihle am Eck, mit der für Studenten so tadalafil india pharmacy unverzichtbaren Happy Hour von 19 bis 20 Uhr – passend zum Frühstück.
Kurzum: Der neue Direkteinstieg in die Fußgängerzone ist ein stadtplanerisches Gedicht, geschrieben für Passanten und Flaneure. Es wird seine volle Wirkung erst im Sommer entfalten, wenn unter Schatten spendenden Bäumen an den Cafétischen sich die Menschen versammeln und direkt nebenan hektisch Fahrgäste von einem Gleis zum anderen hetzen, die Schienen unter der Last der Bahnen ächzen und Busfahrer bei geöffnetem Fenster Alles, Jeden und die Welt verfluchen.
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Endlich bewegt sich etwas in der Stadt! Also bitte, liebe Verkehrsplaner: Egal, was für Pläne in euren Schubladen schlummern – die Konrad-Adenauer-Allee in Notfällen, zu Stoßzeiten, bei Megastaus und sonstigen Supergaus als mögliche Entlastungsstraße wieder zu öffnen – vergesst es: No way!

Der Schandfleck

Dabei bietet der neue Königsplatz nicht nur sonnige Aussichten, sondern hat auch seine Schattenseiten. Um im Bilde zu bleiben: Sonnenfinsternis trifft es am besten. Es handelt sich um die Südseite des neuen Haltestellendreiecks, genauer gesagt, um die Rückwand des Bahnsteigs C4. Während sich auf einer Sichtachse Richtung Norden weitläufig der künftige Fuggerboulevard erstreckt und mit dem Stadttheater als Kulminationspunkt einen echten Hingucker parat hält, endet der Blick im Süden unsanft auf einem hartem graugrauen Betonwall. Ein wahrer Schandfleck. Okay, die Stadt will damit ihre Fahrgäste vor Autofahrern

schützen, die entweder zu schnell, dumm oder besoffen sind, in der Kurve ihr Lenkrad festzuhalten und drohen, mit vollem Wums wartende Fahrgäste wie Kegel durcheinander zu wirbeln. Aus praktischer Sicht mag die Wand daher sinnvoll sein, aus optischer Sicht: Nicht.

Jeder, der früh morgens – wenn die Luft kalt, die Mienen finster und das Licht fahl ist – einmal das Vergnügen hatte, der “Wand” leibhaftig – face to face – gegenüber zu stehen, weiß, welchen depressiven Sog dieses trostlose Machwerk in Grau auszulösen vermag. Wohl dem, der sich hier in einer reflexartigen Übersprungshandlung rechtzeitig in konstruierte analytische Quervergleiche mit Produkten der modernen Popkultur à la 50 Shades of Grey flüchten kann: Wenn der stürmische Regen in wilden Tropfen jackson-pollock-artig auf den Beton prasselt, sich diesen in archaischer Manier unterwirft und ihn in einen immer tieferen Strudel dunkler Farbschattierungen reißt, bis die entlegensten Abgründe der erstarrten Betonseele in düsterem Anthrazit offenbar werden, bietet sich dem Betrachter ein gewaltiges Naturschauspiel, ein Kampf der Elemente, sichtbar anhand einer düsteren Oberflächenmetamorphose. Einzig, die Ausflüchte halten der Realität nicht Stand.

Die Mauer ist steingewordene Depression. Punkt. Und das unweit der Linie 3, die Tag für Tag tausende Studenten Richtung Universität karrt, einem ebenfalls vom Beton nicht verschonten 70er-Jahre-Komplex – entstanden in einer Zeit, die ob ihrer wenig charmanten Bauweise innerhalb der Architektur den vielsagenden Titel Brutalismus trägt. Ihr wisst, was ich meine… Daher, im Namen des psychischen Wohlergehens aller Studenten: Hier muss nachgebessert werden! Einziger Wehrmutstropfen: Direkt gegenüber der “Wand” steht die neue Schwarze Kiste, ein Ableger des beliebten mobilen Cafés an der Haunstetter Straße. Farblich nicht gerade dazu prädestiniert, einen emotionalen Aufschwung einzuleiten, buy viagra online usa kann sich dafür der Inhalt sehen lassen. Ein tiefschwarzer, doppelter Espresso hat es schließlich noch mit allen dunklen Geistern aufgenommen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Aus Mangel an Zeit musste die Erstbegehung an dieser Stelle enden. Die Theaterinszenierung wartete. Und mit ihr an jedem Bahnsteig hunderte von Fahrgästen auf zu spät oder gar nicht kommende Busse und Straßenbahnen, dokumentiert von mindestens ebenso vielen, am Rad drehenden Hobbyfotografen, die mit kalten Fingern an den Einstellrädern ihrer nigelnagelneuen Nikoncanonleicakameras friemelten, um den historischen Moment für immer festzuhalten. Naja, zumindest bis die Festplatte streikt. So ist das mit der modernen Technik. Auch am Königsplatz sollte laut Werbeslogan alles, was Räder hat “mobil machen”. In Wahrheit konnten Rollstuhlrampen nicht ausgefahren werden, Busse und Bahnen hatten mindestens 10 Minuten Verspätung oder standen komplett still – wahrscheinlich aus Ehrfurcht. Oder weil man mit Werbeslogans generell vorsichtig sein sollte. Jedenfalls, lieber neuer Königsplatz, es sei dir verziehen. Am ersten Tag. Aber in Zukunft muss

das besser werden – wenn schon kein permanenter 5-Minuten-Takt aller Linien hinzubekommen ist. Echte Großstädte schaffen so etwas mit U-Bahnen!

Zur Theaterinszenierung kam ich schließlich noch rechtzeitig. Sie begann zehn Minuten später. Eigentlich sollte an dieser Stelle eine Kritik des Stücks “Der Rückzug ins Private” stehen. Sorry, liebes Team von Bluespots Productions: Diesmal hat der öffentliche Raum gesiegt. Was den neuen Königsplatz und die sogenannte Mobilitätsdrehscheibe angeht, kann sich in Zukunft jeder sein eigenes Bild machen. Für die Stadt stehen bereits neue Aufgaben ins Haus. Oder wie sagen die Weisesten unter den Philosophen? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und in diesem Jahr warten viele Spiele darauf, angepfiffen zu werden. Neben der alles überschattenden Kommunalwahl gilt es, die geschichtsträchtige Partie rund um das neue Römermuseum am Pfannenstil, das Spiel um ein neues Umweltbildungszentrum beim Botanischen Garten und schließlich die kaiserliche Auseinandersetzung in der Maximilianstraße mit Kampf um die Linie 6 auszufechten. Also, lasst die Spiele beginnen! Und wenn 90 Minuten um sind, gibts von dieser Stelle wieder Anpfiff. Auch wir wollen nur spielen.