Alles rund am Rad in der Bikekitchen

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Es heißt, Fahrradfahren hält fit, schont die Umwelt und hat sowieso nur Vorteile – trotzdem kann es einen genauso

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viel Nerven kosten wie die überfüllte Straßenbahn. Schuld daran sind nicht nur ignorante Autofahrer. Denn wer kennt das nicht: Gestern fuhr das Rad noch einwandfrei und heute streikt schon wieder irgendwas. Ob Dynamo, Bremse, Gangschaltung oder Kette – als technischer Laie ist man erst einmal ganz schön ratlos, wenn der bockige Drahtesel nicht mehr das tut, was man möchte. Der Fahrradhändler um die Ecke wird wahrscheinlich selbst Studenten, die knapp bei Kasse sind, einen zweistelligen Betrag für das abknöpfen, was wahrscheinlich nur ein paar Handgriffe gewesen wären. Zum Glück bietet da eine kleine Werkstatt im Herzen Augsburgs eine Alternative: Ein bisschen versteckt in einem Eckhaus in der Heilig-Kreuz-Gasse, für Autofahrer schwer, für Radfahrer umso besser zu erreichen, befindet sich die “Bikekitchen”.

Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das Motto. Und das noch dazu kostenlos, obwohl schon allein das Konzept der Bikekitchen eine kleine Spende wert ist. Jeden Donnerstagnachmittag und jeweils den ersten Freitag im Monat hilft das freundliche Mitarbeiterteam jedem, der mit seinem Fahrrad vorbeikommt, bei anstehenden Reparaturen. Wichtig ist ihnen, dass man dabei auch selbst Hand anlegt –beim nächsten Mal soll man am besten schon Bescheid wissen, was zu tun ist. Schließlich passieren kleine Fahrradpannen meistens unterwegs, wenn gerade keine Werkstatt in der Nähe ist. Die Mitarbeiter der Bikekitchen arbeiten alle aus Überzeugung, vom Studenten bis zum Mechaniker ist alles vorhanden. Obwohl sie ehrenamtlich arbeiten, sind sie auf die eine oder andere Spende angewiesen, um sich Werkzeug und Ersatzteile finanzieren zu können. Außerdem kann man nach getaner Arbeit am eigenen Fahrrad auch gerne noch auf eine warme Mahlzeit bleiben, denn in der Bikekitchen wird sogar jede Woche gekocht.

Neu ist die Idee für die Bikekitchen allerdings nicht. Der Standort in Augsburg hat die Bikekitchen Wien zum Vorbild, die als die wahrscheinlich aktivste Selbsthilfe-Werkstatt in Europa gilt. Ursprünglich war die Augsburger Werkstatt ADFC-Mitgliedern vorbehalten, die Idee, sie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, entstand vor allem im Rahmen der Critical Mass Proteste, bei denen einige Radfahrer erwähnten, das sie genau so etwas wie die Bikekitchen in Augsburg vermissten. Wie groß die Marktlücke tatsächlich war, zeigt sich an den Besucherzahlen. Gerade im Sommer ist die enge Werkstatt häufig bis zum Anschlag mit Zweirädern und ihren Besitzern gefüllt, doch auch im Winter haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun.

Fest steht: in der Bikekitchen versammeln sich leidenschaftliche Fahrradfahrer und dadurch wird auch die generelle Situation für Radfahrer in der Stadt Augsburg zum Thema. Schließlich hat der so genannte „Critical Mass“-Protest inzwischen seinen Weg von San Francisco nach Augsburg gefunden. Zu dieser in den 90er Jahren entstandenen Protestform verabreden sich sämtliche Radfahrer der Stadt an einem Treffpunkt, von dem sie ganz im Stil eines Flashmobs als riesige Fahrradkolonne durch die Innenstadt fahren, um auf sich und ihre Rechte zwischen motorisierten Fahrzeugen

aufmerksam zu machen – in Augsburg startet der Protest jeden letzten Freitag im Monat um 18 Uhr am Rathausplatz. Denn auch in Augsburg wird man von Autos und ähnlichem gerne mal übersehen oder sogar über den Haufen gefahren, wenn man nicht im Zweifelsfall auf seine Vorfahrt verzichtet. Die Anliegen und Ziele der protestierenden Radfahrer gehen trotzdem teilweise auseinander. Während manche sich mehr und besser ausgebaute Fahrradwege wünschen, so sehen es andere eher als Beschränkung ihrer Freiheit, wenn sie gezwungen sind, den schmalen Streifen am Straßenrand zu benutzen und würden lieber wie die Kfz-Fahrzeuge die normale Straße befahren.

Gerade im umweltbewussten Deutschland geht der Trend immer mehr zur Fahrradstadt – ein Trend, der auch in Augsburg als Universitätsstadt deutlich zu spüren ist, obwohl die Mitarbeiter der Bikekitchen darauf hinweisen, dass die Situation alles andere als ideal ist. Im Rahmen des Projekts „Fahrradstadt 2020“ sollten in Augsburg eigentlich bis 2020 alle nötigen Ausbauten von neuen Radwegen und ähnlichen Maßnahmen abgeschlossen sein. Der Radverkehr soll auf bis zu 30% steigen und eine Reihe von Kampagnen die allgemeine Beliebtheit des Radfahrens fördern. Doch das ist in der Umsetzung bei weitem nicht so reibungslos verlaufen, denn Anfang 2013 kündigte Kämmerer Hermann Weber an, dass die Gelder für den Ausbau zur Fahrradstadt für dieses Jahr gestrichen werden. Stattdessen fließen sie in „solidere“ Projekte wie den viel diskutierten Umbau des Königsplatzes, der auch nicht unbedingt einen Fortschritt für Radfahrer und ihre Rechte darstellt. Bikekitchen-Mitarbeiter Stefan Sohnle beklagt sich vor allem darüber, dass wegen der Baustelle der Fahrradstreifen in der Schätzlerstraße verschwunden ist. Zwar wurde er auf die Fuggerstraße und Konrad-Adenauer-Allee verlegt, doch Stefan betont in diesem Zusammenhang den Unterschied zwischen Radfahren und Autofahrern. „Mit dem Auto ist es ja durchaus normal, mal eine Umleitung zu fahren, aber das entspricht einfach nicht dem Verhalten eines Fahrradfahrers. Mit dem Rad möchte man seine gewohnten Wege fahren und das ist durch die Baustelle erschwert worden.“ Stefan meint außerdem, dass das Projekt „Fahrradstadt 2020“ nicht aus freiem Willen der Stadt Augsburg entstand, sondern vielmehr durch den Druck der Bayerischen Kommunen und damit leider nur Mitläufer der allgemeinen Mode ist, Fahrradstadt zu werden.

Die Situation für Radfahrer ist in Augsburg also noch verbesserungswürdig. Aber schon allein die Tatsachen, dass die Critical Mass weiterhin besteht und die Bikekitchen so gut besucht ist, zeigen, dass inzwischen viele Augsburger das umweltfreundliche und sportliche Fortbewegungsmittel ins Herz geschlossen haben. Und da der Drahtesel dank der in der Bikekitchen erlernten Reparatur-Skills jetzt auch wieder tut, was er soll, sollte man sich auf keinen Fall vom regelmäßigen Radeln abhalten lassen. Je mehr Radfahrer das Stadtbild prägen, desto eher wird Augsburg ja eines Tages doch noch zur Fahrradstadt.

Wer nun auch ein paar Reparaturen am Fahrrad nötig hat oder es einfach mal lernen möchte, findet weitere Informationen auf der Website der Bikekitchen.