Alles nur geklaut

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Der Doktortitel wurde ihr entzogen, ihr Amt als Wissenschaftsministerin hat sie aufgegeben. Am Freitag bot Anette Schavan ihren Rücktritt an und zog damit die Konsequenzen, nachdem in ihrer Promotion Plagiate nachgewiesen werden konnten. Ein ungutes Gefühl in der Magengegend bleibt dennoch und das aus vielerlei Gründen.

Sie ist nicht die erste Politikerin, die über ihre eigene Doktorarbeit stolpert. Das lässt unwillkürlich die Frage aufkommen, wie viele unentdeckte Plagiate da denn noch in den Universitätskellern schlummern. Und diese Frage führt zu einer ganzen Reihe weiterer Fragen, die das ungute Gefühl nur noch verstärken. Denn warum stehen die Doktorarbeiten von zu Guttenberg, Koch-Mehrin und Schavan plötzlich auf dem Prüfstand? Doch nicht etwa aus der neu entdeckten Lust an wissenschaftlicher Integrität. Ein Plagiat, in welcher Form auch immer, kann niemals gut geheißen werden und auch das Vorgehen von Frau Schavan ist nicht entschuldbar, aber es ist doch auffällig, welche Doktorarbeiten da als Plagiate entlarvt werden. Die Verfasser stehen, beziehungsweise standen, im öffentlichen Interesse und jedes Mal war der Aufschrei groß, wenn heraus kam, dass die werten Damen und Herren den Doktor zu Unrecht im Namen tragen. Trotzdem, das Gefühl bleibt: Es ging nicht so sehr um den zu Unrecht erlangten Titel als vielmehr darum, denjenigen in Misskredit zu bringen und bloßzustellen.

Wenn nun also die Doktorarbeit einer Anette Schavan nach über dreißig Jahren auf Ungereimtheiten geprüft wird, müsste dann nicht gleiches Recht für

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alle gelten? Der Verdacht liegt nämlich nahe, dass da noch sehr viele andere falsche Doktoren herum laufen. Nur wo fängt man dann an? Werden zu erst alle Größen aus Politik und Wirtschaft darauf überprüft, ob sie in ihren Arbeiten geschummelt haben, und dann die Mediziner und Wissenschaftler oder anders herum? Und in welcher Reihenfolge sollte man dann vorgehen? Alter vor Schönheit? Außerdem wäre dann zu klären, ob wissenschaftliche Titel auch post mortem noch entzogen werden können und welche Arbeiten denn überhaupt geprüft werden. Die Arbeiten der letzten fünfzig, hundert oder gar einhundertfünfzig Jahre? Und was machen wir, wenn sich herausstellen sollte, dass es plötzlich nur noch halb so viele Doktoren oder gar Professoren gibt? Nicht zu vergessen die Frage, wer denn diese ganze Arbeit überhaupt leisten soll. Eine Gleichbehandlung scheint also nahezu unmöglich zu sein, einfach weil es überhaupt keine Maßstäbe gibt, die wir anlegen könnten.

Vor diesem Hintergrund ist der Rücktritt von Schavan zwar immer noch richtig, vor allem weil sie gerade als Wissenschaftsministerin eine gewisse Vorbildfunktion hat,

nur könnten böse Zungen behaupten, dass eine gefälschte Doktorarbeit zumindest in der Straffähigkeit auf eine Stufe mit Mord gestellt wird, denn selbst Totschlag verjährt nach zwanzig Jahren. Ein Plagiat wird natürlich auch nicht mit Gefängnis bestraft, eine Verfolgung nach so langer Zeit erscheint dennoch zumindest unverhältnismäßig. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, ob so alte Doktorarbeiten denn überhaupt nochmals mit heutigen Mitteln geprüft werden sollten, oder ob wir einfach anerkennen müssen, dass damals zwar die gleichen wissenschaftlichen Standards wie heute galten, diese aber teilweise etwas laxer gehandhabt wurden und es eben keine effizienten Möglichkeiten gab Plagiate zu entlarven. Die Studentenseele, die bei jeder einzelnen Hausarbeit mit sich selbst im Widerstreit liegt, was zitiert werden muss und was auch ohne Literaturangabe Eingang in die eigenen Ergüsse erhält, sträubt sich zwar zutiefst, aber vielleicht muss einfach zugestanden werden: Wer seit dreißig Jahren einen unrechtmäßig erlangten Titel führt, kann dafür einfach nicht mehr belangt werden.

So macht die Doktorarbeit der Frau Schavan vor allem eines: nachdenklich. Die vielleicht interessanteste Frage wäre, warum sie denn überhaupt abgeschrieben hat. Aus Faulheit? Die Literatur, aus der sie Thesen und Gedanken übernommen hat, musste sie aber trotzdem suchen und lesen. Ich wage hier meine ganz eigene These: Nicht aus Faulheit, sondern aus Unsicherheit hat Frau Schavan Gedanken anderer als ihre eigenen ausgeben. Denn wer kennt dieses Gefühl nicht? Man ist sich nicht sicher, ob man eine Theorie oder einen Text wirklich verstanden hat, und bevor man seine eigenen vermeintlich völlig falschen Gedanken zu Papier bringt und eine schlechte Note riskiert, stützt man sich lieber ausgiebig auf einschlägige Fachliteratur. So gerät man ganz schnell in die Situation, dass der eigene Text scheinbar nur noch aus einer Aneinanderreihung von Zitaten besteht und die Versuchung wird groß, das ein oder andere indirekte Zitat zu unterschlagen. Vielleicht ist die missglückte Doktorarbeit von Schavan deshalb auch ein Appell an uns Studenten. Ein Appell, dass wissenschaftliches Arbeiten nicht Abschreiben, sondern Selberdenken bedeutet. Eine Erinnerung und Ermahnung, dass wir keine Angst haben sollten, unsere eigenen Thesen und Theorien zu

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vertreten und diese nur mit Hilfe der Fachliteratur zu stützen, statt wiederzukäuen, was schon fünfzig andere vor uns geschrieben haben. Denn eines dürfte uns ja wohl allen klar sein: Wissenschaft lebt vom Weiterdenken.

Übrigens: Die Doktorarbeit von Schavans Nachfolgerin Johanna Wanka wird bereits geprüft – wir dürfen also gespannt sein.